Prompting Basics: Warum Kontext wichtiger ist als „die perfekte Frage“

Eine Praxisanleiterin zeigt Regeln für gute Prompts auf einem Klemmbrett

Kontext ist dabei nicht gleichbedeutend mit „mehr Details“. Kontext bedeutet vor allem: Relevanz. Es geht um die Informationen, die die Antwort in die richtige Richtung lenken, ohne dabei Grenzen zu überschreiten.

Genau deshalb muss KI wissen, in welcher Welt sie gerade antworten soll. Sonst liefert sie entweder einen Idealplan, der im Dienst nicht umsetzbar ist, oder eine allgemeine Aufzählung, die niemandem wirklich hilft.

Kontext bedeutet in diesem Zusammenhang zum Beispiel: Welches Lehrjahr? Welches Zeitfenster? Welche Art von Aufgabe? Was soll am Ende besser gelingen? Welche Rahmenbedingungen sind realistisch?

Eine zweite Fehlannahme ist, dass mehr Kontext automatisch bessere Qualität erzeugt. Zu viele Details können Ergebnisse sogar verschlechtern, weil sie den Blick verengen oder weil die Antwort sich an Nebensächlichkeiten festbeißt. In der Praxisanleitung ist es deshalb hilfreicher, wenige, aber entscheidende Informationen zu geben – und die erwartete Ausgabe klar zu beschreiben.

In einer Übergabe stehen auch nicht alle Details. Es stehen die Informationen, die Entscheidungen und Handeln ermöglichen. Genauso funktioniert Kontext im Prompt. Es ist eine Mini-Übergabe an ein Werkzeug, das Struktur und Sprache liefern soll.

Dazu gehört vor allem die Antwort auf drei Fragen:
Was ist das Ziel? In welchem Rahmen soll es passieren? Wie soll das Ergebnis aussehen?