Praxisanleitender liest ein One Minute Wonder bei der Blutgasnalyse

One Minute Wonders – Wenn 60 Sekunden Lernen verändern

  • feste OMW-Verantwortliche in jedem Bereich
  • einheitliches Design
  • regelmäßige Themenzyklen
  • kontinuierliche Beteiligung der Pflegenden
  • systematische Qualitätskontrolle

Viele Einrichtungen – von Kliniken über Bildungszentren bis zur Langzeitpflege – haben diese Struktur übernommen und weiterentwickelt.

Parallel entwickelte sich ein internationales OMW-Netzwerk:
Pflegefachpersonen, Ärzt:innen, Therapeut:innen und Lehrende tauschen Inhalte aus, erstellen Archive, passen Layouts an und stellen Wissen kollektiv zur Verfügung.

Der Leitgedanke:

„Wissen gehört allen – und wird stärker, wenn wir es teilen.“

So entstand eine globale Community, die sich über Länder-, Berufs- und Einrichtungengrenzen hinweg gegenseitig unterstützt.

1. Ein Thema, ein Fokus – in einer Minute erfassbar

OMWs funktionieren nur, wenn sie eine einzige Frage beantworten.
Nicht mehr. Nicht weniger.

2. Ein Titel, der fesselt

Kurz, klar, relevant.
Er muss im Vorbeigehen verständlich sein.

3. Extreme Textreduktion

Maximal 4–6 Punkte, klare Sprache, keine Ablenkung.

4. Visualisierung statt Fließtext

Grafiken, Icons, Pfeildiagramme – das Gehirn lernt schneller, wenn es sieht.

5. Datenschutz ist nicht verhandelbar

Keine Fotos von Personen. Keine realen Patientendetails.

6. Themenvielfalt zulassen

Klinische Themen, pflegewissenschaftliche Konzepte, Geräte-Updates, Kommunikation, Sicherheit –
alles, was Pflege stärkt, ist willkommen.

7. Einheitliches Layout für Wiedererkennung

Ein OMW ist Teil einer Lernmarke.
Design schafft Vertrauen und Konsistenz.

8. Quellen angeben – kurz, aber korrekt

Auch kleine Lernformate brauchen eine solide Basis.

9. Verantwortlichkeiten schaffen

Ohne OMW-Beauftragte in jeder Abteilung bleibt die Idee stehen.
Mit ihnen wächst sie.

10. Praxis als Ursprung – „Von Pflegenden für Pflegende“

Die besten Themen entstehen dort, wo echte Fragen auftauchen.
Das macht OMWs authentisch – und wirkungsvoll.

Pflege ist schnell, komplex und oft überlastet.
Fortbildungen fallen aus, Dienste sind eng getaktet, Standards ändern sich ständig.
One Minute Wonders schließen diese Lücke – niedrigschwellig, sichtbar, wirksam.

Sie schaffen Lernorte mitten im Arbeitsalltag.
Sie stärken Teams, weil sie gemeinsam Wissen produzieren.
Sie stärken Professionalität, weil sie reflektierte Pflege sichtbar machen.
Und sie stärken die Pflegebildung insgesamt, weil sie zeigen:
Lernen ist kein Großevent – es beginnt in der kleinsten Einheit.