Prüfungssituation, in der eine Auszubildende eine Patientin betreut und ein Praxisanleiter und eine Prüferin die Szene beobachten

Kompetenzorientiert prüfen: Wie Praxisanleitende sich besser vorbereiten können

In der praktischen Prüfung bedeutet das: Auszubildende sollen nicht zeigen, dass sie etwas tun können, sondern warum sie es tun, wie sie Prioritäten setzen und wie sie auf unvorhergesehene Situationen reagieren. Bewertet wird das professionelle Handeln im Kontext – nicht die fehlerfreie Ausführung einzelner Schritte.

Studien und Umfragen zeigen zudem, dass die gesetzlich vorgesehene Anleitungszeit in der Praxis häufig nicht ausgeschöpft wird. Fehlende Zeit, Personalmangel und unklare Strukturen führen dazu, dass Anleitung oft informell oder verkürzt stattfindet. Das hat Folgen: Auszubildende fühlen sich unsicher, Praxisanleitende stehen unter Druck, und Prüfungen werden als Belastung statt als Lernchance erlebt.

Pädagogisches Wissen gezielt erweitern: Nutzen Sie Fortbildungen, um Kompetenzorientierung, Prüfungsformate und Bewertungslogiken besser zu verstehen.

Anleitung bewusst strukturieren: Planen Sie Anleitungssituationen entlang realer Pflegesituationen und beziehen Sie Reflexion systematisch ein.

Kompetenzen sichtbar machen: Lassen Sie Auszubildende Entscheidungen begründen, Alternativen abwägen und ihr Handeln reflektieren.

Prüfungssituationen simulieren: Fallbesprechungen, Simulationen oder strukturierte Übungsprüfungen geben Sicherheit.

Bewertungskriterien klären: Arbeiten Sie mit transparenten Kriterien und tauschen Sie sich mit Kolleg:innen und Pflegeschulen aus.