Praxisanleiterin liest das Rahmencurriculum

Interprofessionell ausbilden – Was das Rahmencurriculum für Praxisanleitende bedeutet

Kurz zusammengefasst:

  • Das Curriculum stellt dafür Methoden, Kompetenzen und Lernanlässe bereit
  • Interprofessionalität wird verbindlicher Teil der Pflegeausbildung
  • Praxisanleitungen prägen entscheidend, wie Lernende Zusammenarbeit erleben

Wichtig für die Praxisanleitung:

  • Der Rahmen hilft, ein gemeinsames Verständnis mit Lernenden herzustellen
  • Gemeinsame Begriffe erleichtern Anleitungsgespräche
  • Viele Definitionen (z. B. Team, Rolle, Lernort) lassen sich direkt zur Erklärung in der Praxis nutzen

Wichtig für die Praxisanleitung:

  • Die Praxis prägt stärker als jeder Lernort, wie Interprofessionalität verstanden wird
  • Lernende sollen Teamarbeit aktiv erleben und reflektieren
  • Anleitende fördern Rollenverständnis und professionelle Identität

Wichtig für die Praxisanleitung:

  • Handlungsanlässe helfen, passende Praxissituationen auszuwählen
  • Die Domänen sind ideale Orientierungspunkte für Anleitungsgespräche
  • Lernziele pro Ausbildungsdrittel zeigen realistisch, was Lernende können sollten

Damit interprofessionelles Lernen funktioniert, müssen Organisationen bestimmte Voraussetzungen schaffen: Zeitfenster, gemeinsame Lernorte, offene Teamkultur, Fortbildungen und Kooperationsstrukturen. Die Praxis ist dabei ein besonders sensibler Bereich, weil hier Rollenbilder, Kommunikation und Kultur unmittelbar erlebbar sind.

Wichtig für die Praxisanleitung:

  • Gute Anleitung braucht ein wertschätzendes Teamumfeld
  • Anleitende profitieren von Austauschformaten wie Teaching Clubs oder Qualitätszirkeln
  • Lernortkooperation (Schule – Praxis – Hochschule) muss aktiv gepflegt werden

Wichtig für die Praxisanleitung:

  • Praxisanleitende machen Interprofessionalität für Lernende konkret erfahrbar
  • Jede LLE (Lehr-Lern-Einheiten) liefert Aufgaben, die sich direkt in die Praxis übertragen lassen
  • Beobachtungsaufträge, Interviews und Tandems eignen sich hervorragend für Anleitungen

Die drei Module vertiefen Interprofessionalität auf akademischer Ebene: wissenschaftliches Rollenverständnis, Kommunikation & Patientensicherheit, evidenzbasierte Entscheidungsfindung. Die Module verbinden Theorie und Praxis stärker und fordern komplexere Reflexionsprozesse.

Wichtig für die Praxisanleitung:

  • Studierende bringen vertieftes Wissen mit — Praxisanleitungen helfen bei der Anwendung
  • Gemeinsame Visiten, Anamnesen und Reflexionen sind besonders wertvoll
  • Leitlinien, SDM und Evidenz lassen sich in Anleitungsgesprächen gut aufgreifen

Die Evaluation zeigt: Interprofessionelle Lernangebote sind wirksam, motivierend und gut umsetzbar — aber sie benötigen klare Strukturen, Zeit und eine gemeinsame Haltung. Lehrende und Anleitende brauchen auch selbst Kompetenzen in IPE, damit Lernende davon profitieren.

Wichtig für die Praxisanleitung:

  • Positive Haltung und Offenheit in der Praxis sind entscheidend
  • Gute Anleitung setzt Wissen über Teamprozesse, Rollen und Kommunikation voraus
  • Nur gelebte Interprofessionalität im Team wirkt nachhaltig auf Lernende

Der Anhang ist für Praxisanleitende besonders wertvoll. Er enthält konkrete Tools, die direkt im Alltag eingesetzt werden können:

Methoden der Ergebnissicherung

z. B. Wandzeitungen, Beobachtungsbögen, Logbücher, Reflexionsvorlagen.
Diese helfen, Lernentwicklung sichtbar zu machen.

Simulationsszenarien

Mobilisation (Pflege + Physio) und Medikationsfehler (Pflege + Medizin).
Mit Rollenbeschreibungen, Debriefing-Leitfäden und Life-Saver-Hinweisen.

Evaluationsinstrumente

Fragebögen zu Rollenverständnis, Kommunikation, Teamarbeit und Reflexion.

Wichtig für die Praxisanleitung:

  • Alle Materialien sind direkt anwendbar — ohne großen Zusatzaufwand.
  • Szenarien können im Praxisalltag oder Teamtraining genutzt werden.
  • Reflexionstools erleichtern strukturierte Anleitungsgespräche.

Interprofessionelle Zusammenarbeit ist kein abstraktes Lernziel, sondern gelebter Alltag — und die Praxisanleitung ist der Ort, an dem Lernende diese Erfahrung machen. Das Rahmencurriculum bietet dafür eine klare Struktur, viele Methoden und praxisnahe Konzepte. Wer als Praxisanleitung Interprofessionalität bewusst gestaltet, fördert nicht nur die Kompetenz der Lernenden, sondern stärkt die Qualität der Versorgung und das Teamgefühl.