Teilnehmer einer Lernortkonferenz sitzen zusammen an einem Tisch und diskutieren.

Gemeinsam stark – Die Lernortkonferenz als Brücke zwischen Theorie und Praxis

„Wie können wir sicherstellen, dass Lernende in der Praxis das anwenden, was sie im Unterricht gelernt haben?“
fragt eine Lehrerin.
„Und wie können wir umgekehrt Themen aus der Praxis stärker in den Unterricht holen?“
antwortet ein Praxisanleiter.

Sie bringt zusammen:
→ Lehrende der Pflegeschule
→ Praxisanleiter:innen aus den Einrichtungen
→ Vertreter:innen des Ausbildungsträgers
→ und Lernende selbst

In der Lernortkonferenz werden Themen besprochen, die sonst zwischen Mails und Dienstplänen verloren gehen:

  • Abstimmung der Lernziele: Welche Kompetenzen stehen in den nächsten Monaten im Fokus?
  • Praxisbezug herstellen: Welche Pflegesituationen bieten sich an, um Theorie zu vertiefen?
  • Feedbackprozesse klären: Wie können Rückmeldungen zwischen Schule und Praxis effizient laufen?
  • Qualität sichern: Wie bewerten wir Lernleistungen konsistent und nachvollziehbar?

Manchmal entstehen aus diesen Diskussionen neue Ideen – etwa gemeinsame Lernsituationen oder neue Reflexionsformate.
Manchmal braucht es einfach ein gemeinsames Verständnis: Wir arbeiten am selben Ziel.

Der Ablauf sollte einen wiederkehrenden Rhythmus haben, ohne starr zu werden. Bewährt hat sich eine Kombination aus klaren Phasen und dialogischen Formaten:

  • Einstieg & Rückblick:
    Kurze Begrüßung und Bilanz der letzten Konferenz – was wurde umgesetzt, was steht noch aus?
    So entsteht Verbindlichkeit und Kontinuität.
  • Themenschwerpunkt:
    Pro Treffen steht ein Fokus im Mittelpunkt, etwa
    „Kompetenzorientierte Beurteilung“,
    „Lernortkommunikation verbessern“
    oder „Reflexionskultur fördern“.
    Ein Impuls aus Schule oder Praxis leitet die Diskussion ein.
  • Austausch & Arbeit in Gruppen:
    Anschließend folgt die aktive Phase: Kleingruppen, World-Café oder moderierte Dialogrunden.
    Ziel ist, Erfahrungen zu teilen, Stolpersteine zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln.
  • Ergebnisse & Vereinbarungen:
    Zum Abschluss werden zentrale Punkte zusammengefasst, Verantwortlichkeiten festgelegt und Termine vereinbart.
    Ein gemeinsames Protokoll dient als verbindliche Grundlage für die nächste Konferenz.
  • Lernende erleben weniger Brüche zwischen Theorie und Praxis.
  • Praxisanleiter:innen fühlen sich gehört und gestalten Ausbildung aktiv mit.
  • Lehrkräfte erhalten Einblicke, wie Lernziele in der Realität umgesetzt werden.
  • Einrichtungen profitieren, weil sie Rückmeldungen direkt in die Praxisentwicklung einfließen lassen können.

2. Wählen Sie ein konkretes Thema:
z. B. „Kommunikation zwischen Lernorten verbessern“ oder „Beurteilung vereinheitlichen“.

3. Moderation sichern:
Zwei Personen (eine aus der Schule, eine aus der Praxis) leiten gemeinsam durch die Konferenz.